Am Anfang Februar 2007 ist Jasiri im Bereich 99310 Arnstadt  / Arnstädter Jonastal entlaufen

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800 Euro Belohnung

Zuletzt wurde er angeblich in Kloster Veßra gesehen, davor wahrscheinlich in Crawinkel. Seit über einer Woche wartet Katja Menz aus Mühlberg auf ein Lebenszeichen ihres Rhodesian-Ridgeback-Rüden Jasiri, der bei einem Ritt durch das Arnstädter Jonastal verschwand - weglief, sich verirrte oder entführt wurde.
ERFURT. Während in Artern ein entlaufener Husky nach drei Tagen wieder zu seinem Herrchen gefunden hat, muss Katja Menz aus Mühlberg immer noch um ihren Jasiri zittern, der bereits in der vergangenen Woche bei einem Reiter-Ausflug mit Freunden im Jonastal verschwand.
Bis Mitternacht wartete Katja Menz im Wald auf ihren Vierbeiner - vergeblich. Auch mehrere Suchaktionen, Handzettel und eine Anzeige bei der Polizei brachten bislang keinen Erfolg. Nun verstärkt sich die Befürchtung, dass der Hund entführt wurde. Oder Schlimmeres - wurden doch im Kreis Gotha und im Ilm-Kreis in letzter Zeit Hunde heimtückisch vergiftet.
Hoffnung gab Katja Menz ein Anruf aus Kloster Veßra: Ein Mann hatte - beim Gassigehen mit seinem Vierbeiner - drei Jugendliche bei dem Versuch beobachtet, einen großen und braunen Hund in einen dunkelblauen Kombi mit Ilm-Kreis-Kennzeichen zu ziehen. Seine Beschreibung passt verblüffend auf Jasiri. "Auch das Verhalten des Hundes machte ihn stutzig. Das Tier wich zurück, wollte fliehen, hatte aber keine Chance", erzählt Katja Menz. Doch die Polizei reagierte zurückhaltend, ein befreundeter Tierarzt informierte zumindest die Ordnungsämter. Katja Menz liebt ihren Hund über alles. Deshalb hat sie die Belohnung auf 800 Euro erhöht. Er sei "wie ein Kind für sie", sagt sie unter Tränen und erinnert sich daran, wie glücklich sie Jasiri vor zwei Jahren im Arm hielt, nachdem er bei seiner komplizierten Geburt per Kaiserschnitt fast gestorben wäre. Umso schlimmer ist sein Verschwinden für die Familie, die erst jüngst nach Mühlberg gezogen ist.
Ob Jasiri die Orientierung verloren hat? Hoffnung macht ihr Hunde-Experte Thomas Kümmel aus Weimar: Es sei "nicht ungewöhnlich, dass Hunde einige Wochen streunen, ehe sie gefunden werden." Denn der Rhodesian-Ridgeback wie Jasiri ist ein echter Jagdhund - mit all seinen Instinkten. "Hunde kehren eher an den Ort des Verschwindens zurück, als den Weg nach Hause zu suchen", bekräftigt Thomas Kümmel. Doch Katja Menz hat schon alles versucht und hofft nun auf Anrufe und Hinweise. Auch wenn Jasiri groß und kräftig ist, muss man keine Angst haben, versichert die Besitzerin. "Jasiri ist ganz lieb, fast schon scheu."
Wer ihn sieht, sollte ihn mit Futter anlocken und ruhig auf ihn einreden, rät Thomas Kümmel und warnt: "Wer entflohene Hunde einfach behält, der macht sich strafbar." Hinweise bitte unter Tel.

14.02.2007   Von Annekathrin HÄRTER

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Kontakt:

Katja Menz Tel.: 0173 / 9 46 25 49.